Finalist Hessischer Gründerpreis 2015: Schneider Strick

Adina Schneider ist eine charmante, ehrgeizige, zielstrebige, energiegeladene, unerschrockene Frau, die genau weiß, was sie will – und was sie nicht will. Sie studierte Textil- Design in London, spricht vier Sprachen, hat lange Erfahrung in der internationalen Textilindustrie, kennt die Produktions- und Arbeitsverhältnisse in Südostasien – und sagte sich 2013: „Ich will es anders machen.“ Und sie machte es anders. So gut wie alles.

 

Schneider wollte das beinahe verlorene Know-how und die fast verschüttete Tradition der niedergegangenen deutschen Strickwarenbranche bewahren und fortführen. Wollte zeigen, dass es – entgegen dem Trend zur Auslagerung der Produktion in Billiglohnländer – möglich ist, gesundheitlich unbedenkliche Strickwaren aus Naturfasern, in höchster Qualität und zeitgemäßem Design, mit Hilfe von Erfahrung, Tradition und moderner Technologie in Deutschland zu produzieren – „und Löhne zu zahlen, von denen man auch leben kann.“
“Ich stamme aus Rumänien und weiß, was es heißt, als ‚Ausländerin’ in einem fremden Land etwas auf die Beine zu stellen. Die Textilbranche hier war regelrecht geschockt von meinem Vorhaben. Man hielt es zunächst für unmöglich. Außer mir hat keiner daran geglaubt.” (Quelle, www.grueneerde.com).


2013 übernahm Adina Schneider in Fulda eine Strickerei und siedelte nach wenigen Monaten nach Ehrenberg-Wüstensachsen in die Gebäude einer ehemaligen Kleiderfabrik über. Sie beschäftigt mehr als 50 Mitarbeiter und hat 2015 das Finale des Hessischen Gründerpreises in der Kategorie „Geschaffene Arbeitsplätze“ erreicht.